
Interventionelle Schmerztherapie bei chronischen Gelenkschmerzen
Chronische Gelenkschmerzen schränken Beweglichkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich ein. Besonders bei Arthrose oder chronischen Sehnenbeschwerden (Tendinopathien) stoßen konservative Therapien dabei häufig an ihre Grenzen.
Mit der interventionellen Schmerztherapie bieten wir eine moderne, minimalinvasive Behandlungsoption an – insbesondere dann, wenn:
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Physiotherapie, Medikamente und Injektionen keine ausreichende Wirkung mehr zeigen
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Schmerzmittel nicht dauerhaft eingenommen werden können
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ein Gelenkersatz (noch) nicht infrage kommt
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trotz Prothese weiterhin Schmerzen bestehen
Das Prinzip der interventionellen Schmerztherapie
Bei der transarteriellen periartikulären Embolisation (TAPE) bzw. Geniculararterienembolisation (GAE) werden kleinste Gefäße im Bereich der entzündlich veränderten Gelenkhaut des betroffenen Gelenks gezielt verschlossen. Ziel der Behandlung ist es, durch verminderte Blutzufuhr im Gewebe die chronische Entzündung des Gelenks zu reduzieren und dadurch die Schmerzen zu lindern. Die Embolisation behandelt dabei nicht den Gelenkverschleiß selbst, sondern die schmerzverursachende Entzündungsreaktion. Studien haben gezeigt, dass sich durch die Embolisation eine langanhaltende, relevante Schmerzreduktion erreichen lässt.
Die Methode wird seit 2015 erfolgreich angewendet und zeigte bislang vielversprechende Ergebnisse, insbesondere am
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Kniegelenk
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Schultergelenk und Schultereckgelenk (AC-Gelenk).
Weitere Anwendungsfelder sind:
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Patellaspitzensyndrom
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Tennis- und Golferellenbogen
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Plantarfasziitis
Ablauf der Behandlung
Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und unter lokaler Betäubung.
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Über einen kleinen Zugang in der Leiste wird ein dünner Katheter eingeführt
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Unter Röntgenkontrolle werden die das Gelenk versorgenden Gefäße mithilfe eines speziellen Mikrokatheters aufgesucht
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Entzündlich veränderte Gefäße werden gezielt mit winzigen Kunststoffpartikeln verschlossen (Embolisation).
Der Eingriff dauert in der Regel etwa 60–90 Minuten.
Nach der Behandlung folgt stationärer Aufenthalt mit 1-2 Übernachtungen im Alexianer Krankenhaus in Krefeld, hier führen wir eine gezielte Schmerz- und Physiotherapie mit Ihnen durch.
Sport sollte nach der Embolisation für etwa eine Woche pausiert werden. Initial können vermehrte Beschwerden am betroffenen Gelenk für ca. eine Woche auftreten, bevor eine langanhaltende Besserung von Schmerzen und Beweglichkeit eintritt.
Mögliche Risiken
Wie bei jedem minimalinvasiven Eingriff bestehen geringe Risiken, unter anderem:
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Blutungen
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Infektionen
- Durchblutungsstörungen der Haut im Bereich des betroffenen Gelenks mit vorübergehenden Verfärbungen
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ausbleibende Schmerzreduktion
Schwere Komplikationen sind sehr selten. Auch nach der Embolisation bleiben spätere operative Eingriffe weiterhin möglich.
Terminvereinbarung
Ob die Embolisationstherapie bei Ihnen geeignet ist, erörtern wir im persönlichen Gespräch.
Die Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch ist hier möglich.

