Computertomographie (CT)

Spiral CT‘s- die neue Generation der Computertomographie

Die Computertomographie = CT ist eine spezielle Untersuchungstechnik, um Querschnittsbilder des menschlichen Körpers anzufertigen. Dabei rotiert eine Röntgenröhre mit einem gegenüberliegenden Detektorkranz um den Körper des Patienten. Der Detektor besteht aus vielen einzelnen Elementen, die die Röntgenstrahlen, die durch den Körper des Patienten treten, laufend registrieren. Die Röntgenstrahlen werden durch die verschiedene Organdichte unterschiedlich stark geschwächt, im Detektor in elektrische Impulse umgewandelt und als elektrisches Signal zum Bildrechner gesendet. Aus den vielen ankommenden Daten wird ein Querschnittsbild des durchstrahlten Körperteils errechnet und auf einem Bildmonitor dargestellt. Auf diesen Bildern stellen sich nicht nur die Knochen, sondern auch alle Weichteile und inneren Organe kontrastreich und in hoher Detailtreue dar. Die neue Generation der Computertomographen, wie auch unser Gerät, sind die Spiral-CT's. In diesen Geräten werden die Schnittbilder nicht einzeln nacheinander aufgenommen, sondern fortlaufend. Dabei drehen sich Röntgenröhre und Detektor kontinuierlich um den Patienten, während dieser langsam durch den Untersuchungsring des Gerätes gefahren wird. Dabei entsteht ein Satz von Messdaten, der eine Spirale durch den Patienten repräsentiert. Aus diesem Datensatz werden die eigentlichen Schnittbilder mit beliebiger Schichtdicke errechnet. Durch diese Technik werden die CT-Bilder wesentlich schneller aufgenommen und außerdem die Strahlendosis für den Patienten reduziert. Unsere CT-Geräte können bei einer Röhrenumdrehung nicht nur eine sondern 6 oder 16 Schichten aufnehmen. Das beschleunigt die Untersuchung und reduziert die Strahlenbelastung.

Der Ablauf der CT- Untersuchung in unserer Gemeinschaftspraxis am Krankenhaus Maria Hilf

Sie werden auf der beweglichen Liege des Gerätes gelagert, und für die Aufnahmen durch die etwa 75cm weite Öffnung des CT-Gerätes gefahren. Zunächst wird eine grobe Übersichtsaufnahme erstellt, um darauf die eigentliche Schnittbilduntersuchung zu planen. Es entsteht eine kurze Pause, in der wir an der Bedienungskonsole die Lage und Anzahl der notwendigen Schnittbilder planen. Darauf folgt die Aufnahme der Schnittbilder, während der Sie erneut durch die Öffnung des Gerätes gefahren werden. Sie sollten während der Aufnahme ruhig liegen und nicht sprechen, um die Aufnahmen nicht durch Bewegungen zu stören. Da auch die Atembewegungen Bildstörungen verursachen können, müssen Untersuchungen des Brust- und Bauchraumes mit angehaltenem Atem durchgeführt werden. Dazu erhalten Sie durch einen Lautsprecher Atemanweisungen, zum Einatmen, Luftanhalten und Weiteratmen. Je nach Fragestellung der Untersuchung werden die Aufnahmen nochmals mit Injektion von Röntgenkontrastmittel wiederholt. Hierzu wird Ihnen das Kontrastmittel über einen Zugang in eine Armvene gespritzt. Dadurch werden die Blutgefäße, aber auch viele krankhafte Veränderungen, sichtbar gemacht. Bei Untersuchungen im Bauchraum ist es oft notwendig, die Darmschlingen von anderen Organen gut abzugrenzen. Zu diesem Zweck bekommen Sie von uns 1 bis 1,5 Liter stark verdünntes Kontrastmittel zu trinken. Dieses Kontrastmittel müssen Sie über 1 bis 1,5 Stunden gleichmäßig verteilt vor der Untersuchung trinken.

Die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung

Außer der sehr geringen Strahlenbelastung stellt die CT kein Risiko dar. Für die im diagnostischen Bereich eingesetzten geringen Strahlendosen gibt es keine verlässlichen Angaben über das Risiko, durch die Untersuchung an einem Tumor zu erkranken. Die Daten, die einen strahlenverursachten Tumor nach einer Zeit von 30 Jahren bei 1000 Personen auf 3 Fälle berechnen, beruhen auf der viel höheren Strahlenbelastung nach den Atombombenabwürfen in Japan. Ob diese Höchstzahl an Erkrankungsfällen erreicht wird oder das körpereigene Reparatursystem die Zahl sogar auf Null reduziert, ist wissenschaftlich nicht sicher klärbar. Da eine natürliche Radioaktivität vorhanden ist und statistisch jeder dritte Mensch in Deutschland an einem Tumor erkrankt, wird dieses Thema emotional besetzt weiter kontrovers diskutiert werden.

Das Röntgenkontrastmittel und mögliche Nebenwirkungen

Die intravenös gespritzten Röntgenkontrastmittel werden normalerweise problemlos vertragen. Manchmal gibt es jedoch Patienten, die allergisch auf Röntgenkontrastmittel reagieren. Die Reaktion kann milde sein, mit Hautausschlag, Juckreiz und leichtem Unwohlsein, kann aber in seltenen Fällen auch bis zum Kreislaufschock führen. Sie sollten uns vorher informieren, wenn:

  • Sie schon einmal auf Röntgenkontrastmittel reagiert haben,
  • eine Allergie besteht,
  • Sie eine Schilddrüsenüberfunktion haben,
  • Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden.
  • Sie Tabletten gegen zu hohen Blutzucker einnehmen

Vor CT-Untersuchungen, bei denen evtl. Röntgenkontrastmittel gespritzt wird, sollten Sie zwei Stunden nüchtern bleiben. Nach einer intravenösen Kontrastmittelinjektion sollten Sie viel trinken, da das Kontrastmittel dann schneller über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Wenn es schon Voraufnahmen gibt, oder Voruntersuchungen mit anderen bildgebenden Verfahren (Röntgen, MRT, Ultraschall) durchgeführt wurden, sollten Sie diese Aufnahmen oder Befunde unbedingt mitbringen. Dies erleichtert die Diagnosestellung.

Computertomographie-Team

Computertomographie

Computertomographie

Computertomographie