Röntgendiagnostik

Röntgenstrahlen finden in der Medizin und in der Industrie Anwendung, weil man unter die Oberfläche von Objekten schauen kann und so Information von ansonsten verborgenen Strukturen – wie z.B. Knochen – erhalten kann.

Die Anwendung von Röntgenstrahlen auf Menschen ist gesetzlich geregelt.
(siehe Strahlenschutzverordnung vom 20.7.2001 und Röntgenverordnung, letzte Novellierung am 15.12.2010).

Ihre Ärztin oder Arzt stellt dem Radiologen eine Frage, die zur Klärung einer angenommenen Erkrankung dienen soll. Der Radiologe muss die Röntgenuntersuchung daraufhin gegenüber anderen Verfahren begründen (rechtfertigen). Die Anwendung von Röntgenstrahlen auf Kinder wird besonders streng geprüft. Die Anwendung von Röntgenstrahlen auf Schwangere ist nicht zulässig, außer in besonders begründeten Ausnahmen.

Bei folgenden Untersuchungen finden RÖNTGENSTRAHLEN Anwendung:

  • Röntgen von Knochen und Gelenken
  • Röntgen der Lunge und des Herzens
  • Röntgen der Nieren und Harnwege mit Kontrastmittel
  • Darstellung von krankhaften Ausgängen von Organen (Fisteldarstellung)
  • Computertomografien (Kopf, Wirbelsäule und Bandscheiben, Lunge, Bauch- und Becken, Wirbelgelenkbehandlung, Nervenwurzelbehandlung, Herz- und Herzkranzgefässdarstellung, Bestimmung des Kalksalzgehaltes der Herzkranzgefässe,
  • Untersuchung der Halsschlagadern, Untersuchung der Becken-Bein-Schlagadern
  • Darstellung der Brustdrüse (→Mammographie)
  • Knochendichtemessung nach dem DEXA-Verfahren

Es gibt einen Röntgenpass für Sie als Patient, in dem Sie sich bei uns Ihre Untersuchung eintragen lassen können. So können Sie vermeiden, dass Sie unnötig doppelt untersucht werden, und dass dadurch unnötig Kosten verursacht werden.

Wenn Sie zu einer Kontrolle zu uns geschickt werden, aber zuvor woanders untersucht wurden:
Bringen Sie uns bitte Ihre Voraufnahmen zum Vergleich mit.

Damit Ihre Interessen optimal berücksichtigt werden, sollten Sie der Röntgenassistentin oder auf unserem Fragebogen unbedingt angeben, warum Sie zur Röntgenuntersuchung kommen, welche Beschwerden Sie haben, seit wann – und welche – wichtige Vor-Erkrankungen bei Ihnen bekannt sind.

Nach einer Röntgenuntersuchung müssen die Aufnahmen erst noch vom Arzt ausgewertet werden. Die Auswertung wird sorgfältig erfolgen und braucht von daher Zeit. Ihr Arzt erhält hierüber einen Bericht zugestellt. Üblicherweise wird ihr Arzt noch einmal das Untersuchungsergebnis mit Ihnen besprechen und gegebenenfalls etwas zu einer folgenden Therapie sagen.

Der Radiologe handelt nur im Auftrag Ihres Arztes und kann nur zu Ihren Bildern eine Auskunft geben, aber nicht zu einer Therapie.