Diagnostisches Brustzentrum (Mammographie, Sonographie, MRT)

Diagnostisches Brustzentrum Krefeld 2

Ärztliche Leitung: Ingo Wendt, Dr. med. Peter Liersch, Dr. med. H.-G. Heidecker

Kurative Sprechstunde: Vorsorge außerhalb des Screening-Programms, Nachsorge für Patientinnen mit Brustkrebs, Abklärung von auffälligen Tastbefunden und Ultraschallbefunden sowie einseitigen Brustschmerzen.

Terminvergabe kurative Sprechstunde: Tel.: 02151 499 260 (Dienstag, Mittwoch & Donnerstag)

Tumorrisikosprechstunde: Intensivierte Früherkennungsuntersuchungen (MRT, Sonographie und Mammographie) im Rahmen der Sprechstunde für familiären Brust- und Eierstockkrebs an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Terminvergabe Tumorrisikosprechstunde: Tel.: 02151 499 0 

Im Rahmen der Kooperation mit dem Brustzentrum der Uniklinik Düsseldorf kann die Terminvergabe für die intensivierte Früherkennung (MRT, Sonographie und Mammographie), welche unsere Praxis im Rahmen der Tumorrisikosprechstunde der Uniklinik Düsseldorf (für Frauen mit ausgeprägter familiärer Belastung und/oder nachgewiesener Genmutation) anbietet, erst nach vorheriger Vorstellung im Sprechstundensekretariat des Brustzentrums der Uniklinik Düsseldorf erfolgen (Sr. Ilona Otten Tel.: 0211 - 81 17553).

Unsere Praxis bietet das gesamte Spektrum der Mammadiagnostik an:

  • Digitale Vollfeld-Mammographie (Flachdetektor)
  • Hochauflösende Mamma-Sonographie (mit Elastographie) inkl. sonographisch gestützter Jet-Biopsie
  • Stereotaktische Vakuumbiospie (Flachdetektor)
  • Mamma-MRT (Siemens Aera mit 16-Kanal Sentinelle Spule) inkl. MR-geführter Vakuumbiopsie

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Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgen-Aufnahmetechnik zur Darstellung der Brustdrüse. Sie ist besonders gut geeignet bösartige Veränderungen der Brust in einem sehr frühen Stadium darzustellen und ist daher bis heute die einzige Untersuchungstechnik, die sich zur Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs eignet. Aber auch bei tastbaren Veränderungen der Brust ist die Mammographie notwendig, um gutartige von bösartigen Veränderungen zu unterscheiden.

Durch technische Verbesserungen konnte die Dosis an Röntgenstrahlen, die zur Erzeugung eines guten Bildes benötigt wird, immer wieder verringert werden. Heute benötigt man nur noch 8% der Dosis die in den 60er Jahren gebraucht wurde.

Sicher haben Sie schon mal davon gehört, dass Röntgenstrahlen potentiell schädlich sein können. Deshalb sind wir Radiologen bemüht, die für Röntgenaufnahmen notwendige Dosis durch laufende Qualitätskontrollen und technische Überwachung der Geräte so niedrig wie möglich zu halten.

Unsere volldigitalen Geräte werden arbeitstäglich einer Qualitätskontrolle unterzogen. Wir nehmen am Mammografie Screening Programm teil und sind zertifiziert.

Aus großen internationalen Studien, die über viele Jahre tausende von Patientinnen verfolgen, weiß man, dass das Risiko durch unterlassene Mammographien an zu spät erkanntem Brustkrebs zu sterben weit größer ist, als das Risiko durch regelmäßige Mammographien einen strahlenbedingten Brustkrebs zu erleiden.

Man kann Brustkrebs heute heilen, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Deshalb brauchen wir die Mammographie, um den Krebs so früh wie möglich festzustellen, möglichst noch bevor tastbare Veränderungen vorliegen.

Untersuchungsablauf einer Mammographie

Von jeder Brust werden 2 Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt. Manchmal wird eine zusätzliche Aufnahme benötigt, um unklare Befunde genauer darzustellen. Für die Aufnahme wird die Brust zusammengedrückt. Das ist für eine gute Bildqualität notwendig. Außerdem ist die benötigte Röntgendosis umso niedriger, je stärker die Brust komprimiert wird. Sie brauchen aber keine Angst zu haben, dass es unangenehm weh tut.  Es wird nur so stark gedrückt, wie Sie es aushalten.

Nach den Aufnahmen müssen Sie noch eine Zeit warten, bis der Arzt sich die Bilder angeschaut hat. Danach wird der Arzt Sie untersuchen und die Brust abtasten. Zu jeder Mammographie außerhalb des Screening-Programms gehört unbedingt eine Untersuchung durch den Arzt, um aus sichtbarem oder tastbarem Befund und Röntgenbild eine Gesamtdiagnose zu stellen. Evtl. macht der Arzt dazu noch eine ergänzende Ultraschalluntersuchung.

Ultraschalluntersuchung

Manche tastbaren oder im Mammogramm sichtbaren Verdichtungen können durch Ultraschall weiter abgeklärt werden. Insbesondere kann man hiermit solide oder flüssigkeitsgefüllte Knoten (sog. Zysten) gegenüber anderen Strukturen gut unterscheiden. Der Ultraschall ist völlig unschädlich.

Leider ist mit Ultraschall alleine keine Früherkennung von Brustkrebs möglich, da er nicht die Vor- und Frühstadien eines Tumors, wie z.B. feinste Verkalkungen, nachweisen kann, die die Mammographie zeigt.

Biopsie/Feinnadelpunktion

Bei verdächtigen Veränderungen in der Brust kann es manchmal notwendig sein, aus dieser Veränderung Zellmaterial zu entnehmen und dieses zur Untersuchung einzusenden. Hierbei wird mit einer sehr dünnen Nadel die tastbare oder im Ultraschall sichtbare Veränderung punktiert und Gewebe entnommen. Dieses Material wird dem Pathologen zur mikroskopischen Beurteilung geschickt.

In vielen Fällen kann damit die Art einer auffälligen Veränderung sehr genau erkannt werden. Die minimalinvasive Biopsie erspart damit die sonst evtl. notwendige Operation zur Gewinnung einer Gewebeprobe.

Auch bei schmerzhaften Zysten kann eine Feinnadelpunktion sinnvoll sein. In diesem Fall wird die Zystenflüssigkeit mit der Nadel abgesaugt und die Zyste entleert. Danach sollten Sie für etwa 15 min. mit der Hand Druck auf die ehemalige Zyste ausüben, damit diese verklebt, und sich nicht wieder füllen kann.

Eine Feinnadelpunktion ist unschädlich. Die immer wieder in der Boulevardpresse behauptete Möglichkeit der Umwandlung von gutartigem in bösartiges Gewebe, oder die Verschleppung von bösartigen Zellen in den Körper, ist Unsinn. Eine große Studie hat keine erhöhte Metastasenrate zwischen vorher biopsierten und nicht biopsierten Brustkrebspatientinnen gezeigt.

Mamma-MRT

Die Magnetresonanztomographie der weiblichen Brust (Mamma-MRT) ist eine neue Methode für die Diagnostik der Brust, welche aber immer mehr an Bedeutung zunimmt. Dabei macht man sich verschiedene Wassergehalte sowie ein unterschiedliches Kontrastmittelverhalten der Gewebearten zu Nutzen, um nach bösartigen Veränderungen oder deren Vorstufen in der Brust zu suchen. Sie ist ähnlich wie der Ultraschall mit keiner Strahlenbelastung verbunden, wohl aber mit der Gabe eines Kontrastmittels. Die MRT der Brust ist ein sehr genaues Verfahren (Sensitivität deutlich über 90 Prozent) mit deren Hilfe schon kleine Karzinome und Tumorvorstufen nachgewiesen werden können.

Aktuell wird diese Untersuchung insbesondere eingesetzt, um Befunde, die durch Mammographie und Ultraschall nicht eindeutig zu identifizieren sind, weiter abzuklären. Das ist beispielweise bei Verdacht auf Vorliegen mehrerer Herde bei der Operationsplanung oder bei Nachsorge nach der Brustkrebsdiagnose der Fall. Zudem wird die MRT regelmäßig bei jüngeren Frauen mit erblich bedingten erhöhten Brustkrebsrisiko im Rahmen der Tumorriskosprechstunde (intensivierte Früherkennung) eingesetzt.

Nach der Untersuchung

Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Arzt Ihnen das Ergebnis sofort mitteilen. Lediglich bei einer Biopsie müssen Sie ein paar Tage auf das Ergebnis der Untersuchung warten. Natürlich bekommt der Arzt, der Sie zur Mammographie überwiesen hat, von uns einen schriftlichen Bericht.

Der Arzt wird Ihnen auch mitteilen, in welchen Abständen bei Ihnen Kontrolluntersuchungen zu empfehlen sind. Dies richtet sich nach Ihrem persönlichen Befund, Ihrem Alter und evtl. Risikofaktoren.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn vor und während der Untersuchung Wartezeiten entstehen. Der Arzt benötigt Zeit, um die Aufnahmen zu betrachten. Wir sind bemüht, uns für jede Patientin genügend Zeit zu nehmen und eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Das bedeutet auch, dass wir uns bei bestimmten Problemen der Patientin einmal mehr Zeit nehmen müssen, als es im Terminplan vorgesehen war, und es daher zu Wartezeiten bei den nachfolgenden Patientinnen kommen kann.

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Mamma-MRT

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